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DJ Wall Street schließt schwächer - Technologiewerte unter Druck

NEW YORK (Dow Jones)--Mit einem Minus aber deutlich erholt vom Tagestief haben die Kurse an Wall Street am Donnerstag den Handel beendet. Abgaben im Technologiesektor und schwache US-Konjunkturdaten sorgten dafür, dass der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) im Handelsverlauf erstmals seit November wieder unter die Marke von 10.100 Punkten fiel. Zudem wurde bei 10.055 Punkten ein neues Jahrestief markiert. Im späten Handel konnte sich der Index jedoch wieder erholen und die Marke von 10.100 Punkten zurückerobern.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) schloss mit einem Minus von 1,1% bzw 116 Punkten bei 10.120. Der Index schloss damit auf dem tiefsten Stand seit dem 6. November 2009. Der S&P-500-Index verzeichnete einen Abschlag von 1,2% bzw 13 Punkten auf 1.085. Der Nasdaq-Composite-Index gab um 1,9% oder 42 Punkte auf 2.179 nach. Dabei wurden 1,15 (Mittwoch: 1,30) Mrd Aktien umgesetzt. Den lediglich 807 Kursgewinnern standen 2.243 -verlierer gegenüber; unverändert schlossen 108 Titel.

"Die Anleger sind derzeit etwas skeptischer was die weitere Entwicklung des Marktes angeht", so ein Teilnehmer. Zwar seien die Ergebnisse der Unternehmen überwiegend gut ausgefallen, doch seien die Ausblicke für 2010 möglicherweise etwas zu optimistisch. Der Januar sei zudem traditionell kein guter Monat für den Aktienmarkt, ergänzte ein Analyst. Der DJIA weise derzeit für den ersten Monat des Jahres erneut ein Minus auf. Es wäre bereits das dritte Jahr in Folge.

Belastet wurde der Markt auch von der Unsicherheit um eine zweite Amtszeit von Fed-Chairman Ben Bernanke. Nach Handelsende hat der US-Senat Bernanke für weitere vier Jahre an die Spitze der US-Notenbank berufen. Bei der Abstimmung votierten 70 Senatoren für die Ernennung, dagegen stimmten 30 Senatsmitglieder. Zudem gebe es weiterhin noch Unsicherheit in Bezug auf die geplante Regulierung der Banken. Auf globaler Ebene stünden die weitere geldpolitische Entwicklung in China und die Krise in Griechenland im Fokus des Marktes.

Enttäuschend fielen die US-Konjunkturdaten des Tages aus. Die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Leistungen der US-Arbeitslosenversicherung ist weniger stark als erwartet gefallen. Hier wurde ein Rückgang um 8.000 verzeichnet. Volkswirte hatten ein Minus um 32.000 vorhergesagt. Auch der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im Dezember überraschend schwach gestiegen. Wie das US-Handelsministerium bekannt gab, wuchsen die Orders gegenüber dem Vormonat um 0,3%. Ökonomen hatten hier mit einem Anstieg von 2,0% gerechnet.

Im Technologiesektor fielen Apple um 4,1% auf 199,29 USD. Händler äußerten sich enttäuscht in Bezug auf die Vorstellung des neuen iPad des Unternehmens. "Die Erwartungen waren doch um einiges höher als der tatsächliche Verlauf der Präsentation", so ein Teilnehmer. Belastet wurde der Sektor auch durch das Minus bei Qualcomm, die um 14,2% auf 40,48 USD einbrachen. Das Unternehmen hat den Absatzausblick gesenkt. Motorola reduzierten sich um 12,4% auf 6,48 USD, obwohl das Unternehmen im vierten Quartal wieder die Gewinnzone erreicht hat.

Im DJIA verloren Hewlett-Packard 3,4% auf 47,79 USD und waren damit der schwächste Wert. Daneben reduzierten sich IBM um 2% auf 123,75 USD. Die Aktien von Microsoft schlossen mit einem Abschlag von 1,7% bei 29,16 USD. Nach der Schlussglocke gab das Software-Unternehmen für das zweite Quartal einen Anstieg des Gewinns um 60% bekannt. Vor allem die hohe Nachfrage für "Windows 7" habe zu dem guten Ergebnis beigetragen. Für den Berichtszeitraum wurde ein Gewinn je Aktie von 0,74 USD vermeldet, während die Analysten lediglich mit 0,59 USD gerechnet hatten.

Amazon legten um 2,4% auf 125,67 USD zu. Das Unternehmen vermeldete nach Handelsschluss für das vierte Quartal einen Gewinn je Aktie von 0,85 USD und übertraf damit die Konsensschätzung von 0,72 USD. Allerdings gab die Aktie in einer ersten Reaktion auf die Ergebnisse nachbörslich leicht nach. Die Aktie sei im Vorfeld der Zahlen möglicherweise zu weit nach oben gelaufen, so ein Analyst.

DJG/DJN/ros
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January 28, 2010 16:57 ET (21:57 GMT)

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